Das Rüngsdorfer Freibad verwandelte sich übers Wochenende in einen Zeltplatz
48-Stunden-Schwimmen des ISV Bad Godesberg und Pokalspringen des Schwimmbezirks Mittelrhein locken zahlreiche Besucher ins Panoramabad. Schwimmer des ISV schwimmen fast 190 Kilometer und fördern mit dem Erlös die „Las Carreras"-Kinderkrankenschwestern.
Über 90 Schwimmerinnen und Schwimmer des ISV Bad Godesberg schwammen am Wochenende im Rüngsdorfer Freibad in einer 48-stündigen Endlosstaffel 188,1 Kilometer und wollen den Erlös für die Verbesserung der Lebensqualität krebskranker Kinder spenden. Insgesamt knapp 1800 € stellen die Sponsoren der Veranstaltung, die Firma Helena Textilpflege aus Bad Godesberg sowie die Familien Stollfuß und Zender, dafür bereit. Der Betrag kommt dem Projekt „Las Carreras" des Bonner Förderkreises für Tumor- und Leukämieerkrankte Kinder zu Gute, das fünf Kinderkrankenschwestern für die häusliche Versorgung krebskranker Kinder beschäftigt.
Die Startschwimmerinnen Sophia Groll (Siegerin der Vereinsmeisterschaften im Mai), Julia Hoffmann und Corinna Maaßen (alle Jahrgang 1995) gaben am Freitag den Auftakt zu den 3762 Bahnen, die der ISV zwischen Freitagnachmittag und Sonntagnachmittag zurücklegte. Den Startschuss gab Udo Lehmann, Ehrenmitglied des ISV Bad Godesberg. Die besten Einzelleistungen erzielten Fabian Zender (Jg. 1988) mit 13450 m und bei den Frauen Jula Danylow mit 7750 m. Jugendwart Michael Neußer, Leiter des Organisationskommittees, zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf und den sportlichen Leistungen: „Die hohen Temperaturen und das gute Wetter machten es möglich, dass wir auch nachts fast durchgängig 50-Meter-Staffeln schwimmen konnten, wodurch wir eine sehr gute Kilometerleistung erreichten."
Dieses Jahr richteteder ISV gemeinsam mit der Telekom-Postsportgemeinschaft Köln parallel zum 48-Stunden-Schwimmen das 7. Pokalspringen des Schwimmbezirks Mittelrhein aus. Über 250 Springerinnen und Springer zwischen 5 und 70 Jahren, die aus ganz Deutschland und den Niederlanden angereist waren, zeigten am Samstag und Sonntag ihr Können. Springer und Schwimmer übernachteten gemeinsam im Freibad, wodurch sich das Panoramabad am Samstagabend in einen Zeltplatz verwandelte.
Das 48-Stunden-Schwimmen fand dieses Jahr zum 24. Mal statt. Ziel der Veranstaltung, bei der 48 Stunden lang nonstop immer ein Schwimmer im Wasser sein muss, ist traditionell die Unterstützung von wohltätigen Projekten. Zu diesem Zweck spenden die Sponsoren der Veranstaltung einen vorab festgelegten Betrag für jeden geschwommenen Kilometer.
