Wetter und Stimmung gut beim ISV-Dämmerungsschwimmen
Die Abendsonne strahlte am fast wolkenlosen Himmel, als Udo Lehmann, 1. Vorsitzender des ISV Bad Godesberg, gestern um kurz nach 19 Uhr das erste Dämmerungsschwimmen des ISV eröffnete. Zumindest die Wetterbedingungen waren also perfekt bei dieser Premiere, ebenso wie die Wassertemperatur im 50-Meter-Becken des Panoramabades Rüngsdorf. Zu Gast beim ISV waren der SSV Wachtberg und die SpVgg Lülsdorf-Ranzel.
Der pünktliche Start war im Grunde schon ein großer Erfolg aller anwesenden ISV-Aktiven und Helfer, denn beim Aufbau machte sich schnell bemerkbar, dass im Rüngsdorfer Freibad schon lange kein Schwimmwettkampf mehr stattgefunden hat. In seinen Stamm-Wettkampfbädern Kurfürstenbad und Frankenbad ist der ISV einen absolut reibungslosen Ablauf und perfekte Ausstattung gewöhnt - in Rüngsdorf schien eine Panne die nächste zu jagen. So standen nur fünf statt sieben Wellenkillerleinen zur Verfügung, von denen einige noch kurz vor Wettkampfbeginn repariert werden mussten. Auch die Länge der Leinen passte nicht ganz zur Länge des Wettkampfbeckens, sodass bei der Befestigung Improvisationskünste gefragt waren. Doch dank des großen Einsatzes aller Beteiligten war davon zu Wettkampfbeginn fast nichts mehr zu merken.
Als der erste Lauf ins Wasser ging, wurde schnell klar, welches Potenzial in der Idee des Dämmerungsschwimmens steckt. Ein Schwimmwettkampf mit 50-Meter-Strecken, in Ferienstimmung vor der Kulisse des Siebengebirges in abendlichem Sonnenschein - das ist schon ziemlich einzigartig. Dementsprechend gut war die Stimmung unter den 35 Aktiven: "Die Mädels haben beim Start Wetten abgeschlossen, dass die schnellste das erste Würstchen beim Grillen bekommt, und auch bei den Jungs war die Stimmung bei den Starts super, man hat sich geneckt und hatte Spaß, auch mit den Aktiven der anderen Vereine", schwärmte Stefan Berger nach der Veranstaltung.
A propos Ferienstimmung: Definitiv auf die Ferienzeit war zurückzuführen, dass der ISV den Wettkampf mit dünner Personaldecke durchführen musste, wodurch auch die Aktiven in ihren kurzen Wettkampfpausen mit Vorbereitungen auf das anschließende Grillen gut ausgelastet waren.
Das konnte dann auch schnell beginnen: Da ja wie im Vorfeld berichtet die Meldezahlen für diese erste Ausgabe des Dämmerungsschwimmens noch nicht so hoch waren, war der sportliche Teil des Abends schon nach einer guten Stunde abgeschlossen. Dank Andreas und Helmut an den PCs stand das Protokoll bereits 5 Minuten später, sodass der gemütliche Abschnitt beginnen konnte.
Ganz begeistert war Grillmeisterin Johanna vom neuen Grill des ISV, der beim Dämmerungsschwimmen eingeweiht wurde: „Der geht ab wie Schmidts Katze". Dass die ersten Steaks etwas krosser wurden als geplant, da keine Grillzange zur Verfügung stand, war schnell vergessen.
Von der Möglichkeit, im Schwimmbad zu übernachten und am Sonntagmorgen zu frühstücken, hatte dieses Jahr keiner der aus der näheren Umgebung angereisten Vereine Gebrauch gemacht, sodass die Veranstaltung gegen 22 Uhr zu Ende ging.
Am Ende waren sich Organisatoren und Beteiligte einig: Das Dämmerungsschwimmen ist eine großartige Idee. Bei der Durchführung lässt sich sicher noch einiges verbessern, und es ist zu hoffen, dass in den nächsten Jahren ein paar Vereine mehr der Einladung nach Bad Godesberg folgen.



