Trainingswochenende in Übach-Palenberg
Am Wochenende vom 11.-13. April 2008 stattete der ISV Bad Godesberg der Schwimmsportschule des SV NRW in Übach-Palenberg einen Besuch ab. 18 Aktive im Alter zwischen 11 und 29 Jahren und 2 Betreuer (Bernhard und Andreas) fanden sich ein, um sich hier vor allem auf die Bezirksmeisterschaften vorzubereiten.
Schon während der Anfahrt waren alle voller Euphorie und „geil" aufs Training. Nach der Ankunft um 15:30 kam dann an der Rezeption die erste und einzige Enttäuschung: das offizielle Training beginnt erst nach dem Abendessen, das für 18 Uhr auf dem Programm stand. Das ließ uns zwei Stunden Zeit, um in Ruhe unsere Zimmer zu beziehen, uns in den nahe gelegenen Supermärkten mit Vorräten fürs Wochenende einzudecken. Zwischendurch ließen wir es uns nicht nehmen, uns vor dem Abendessen in der Sporthalle bei wildem Fußball- und Basketballspiel zu verausgaben.
Im Trainingsprogramm fanden sich Ausdauer- und Kraftausdauereinheiten ebenso wie Hallentraining mit Reaktions- und Schnellkrafttraining. Insgesamt fanden 4 Wasser-, 2 Land- und 2 Theorieeinheiten verteilt über das Wochenende statt. Schwimm- und Sporthalle waren bestens ausgestattet und entsprachen voll unseren Bedürfnissen
Eines der Highlights des Wochenendes waren die Videoanalysen mit der neu angeschafften Videokamera. Bereits beim Abendtraining am Freitag machte Andreas die ersten Aufnahmen, die am späten Abend mit allen Aktiven diskutiert wurden. Die Analyse war Lernen und Belustigung zugleich. Die meisten mussten feststellen: auch nach vielen Jahren intensiven Schwimmens findet man immer noch Fehler bei Starts, Wenden und beim Schwimmstil, die man verbessern kann.
Nachdem den ersten schon während der Videoanalyse gegen 23 Uhr die Augen zufielen, machten wir Schluss für den Freitag und gönnten uns noch einige isotonische Getränke. Man hatte uns geraten, früh ins Bett zu hüpfen, da der Samstag sehr hart werden würde. Gelogen hatte Bernhard nicht. Die Schwimmeinheit nach dem Frühstück und die sofort darauf folgende Sporteinheit haben geschlaucht, aber auch Spaß gemacht
Als Bernhard nach dem Mittagessen eine Runde durch die Zimmer machte, war er nicht schlecht erstaunt, dass die meisten schlafend in ihren Betten lagen, um sich vom Vormittagstraining zu erholen.
Eine weitere Schwimmeinheit und Videoanalyse nach dem Mittagessen gaben uns dann eigentlich den Rest für diesen Tag. Doch es erwies sich als schwierig uns klein zu kriegen. Am Abend haben viele auf eigene Initiative noch mal die Sporthalle, die Sauna und das Schwimmbad besucht und sich bei Laufen, Plantschen und Schwitzen verausgabt
So endete dieser Tag für die meisten früher als der Freitag. In der zweiten Nacht konnten die meisten wesentlich besser schlafen, als in der ersten. Entweder waren wir erschöpfter oder man hatte sich inzwischen an die unbequemen Matratzen gewöhnt
Am Sonntagmorgen war der Bewegungsradius total eingeschränkt, selbst das Aufstehen vom Stuhl tat schon weh. Beinahe jede Bewegung schmerzte. Gott sein dank spürte man nach einiger Zeit beim Schwimmen nicht mehr die Schmerzen. Eine weitere Schwimmeinheit und Sporteinheit in der Sporthalle standen nämlich noch auf dem Programm, bis wir wieder nach Hause fahren konnten.
Es war mal wieder sehr interessant, wie sehr man sich verausgaben kann und jeder konnte gut erkennen, wo sich seine Grenzen befinden. Das Trainingslager zeugte von einem großen Zusammenhalt und Kampfgeist bei den Aktiven untereinander, aber auch zwischen den Trainern und Schwimmern. Auch wenn uns unsere Trainer während der Trainingszeiten quälten, so ließen sie uns doch einiges an Freizeit und Freiheiten.
Alles in allem mal wieder ein schönes und erlebnisreiches Wochenende, das man unbedingt wiederholen sollte.
