Internationaler Schwimmverein Bad Godesberg
20.05.2007

Anschwimmen im Regen

von Sebastian Kugler

Mit einem umfangreichen Programm hat die Stadt Bonn an Christi Himmelfahrt, 17. Mai, im Panoramabad Rüngsdorf die diesjährige Freibadsaison eröffnet. Natürlich war der ISV mit vielen Aktionen beteiligt.

Bereits morgens um 10 Uhr war an Christi Himmelfahrt viel los im Rüngsdorfer Freibad: Kisten wurden geschleppt, Infostände aufgebaut, LKWs brachten Boote und Erfrischungsstände. Die Stadt Bonn hatte zur feierlichen Eröffnung der Freibadsaison 2007 geladen und zahlreiche Godesberger Vereine hatten sich der Einladung angeschlossen. Ein richtig umfangreiches und attraktives Programm war so zustande gekommen:

  • Anschwimmen durch eine Staffel des ISV Bad Godesberg
  • Aquajogging, organisiert durch das Freibad-Team
  • Rettungsvorführungen und Fahrten mit dem Rettungsboot der DLRG im Sportbecken
  • Modell einer Filteranlage für ein Schwimmbad mit Erläuterungen durch das Sport- und Bäderamt der Stadt Bonn
  • Schnuppertauchen mit dem Tauchzentrum Octopus
  • Schauschwimmen der Synchronschwimmerinnen des ISV
  • Vorführung der Turmspringer der Telekom-Post-SG Köln
  • Schwimmwettkampf zur Ermittlung des Rüngsdorf-Meisters 2007, organisiert durch den ISV

Allein die Gewinne, die die Stadt Bonn für den Schwimmwettkampf organisiert hatte, verdeutlichen den Stellenwert der Eröffnung: Die Sieger erwarteten ein Flug nach München mit Besuch eines Heimspiels des FC Bayern, eine Fahrt mit dem Heißluftballon sowie der Besuch eines Heimspiels der Telekom Baskets Bonn.

Leider wollte wie so oft das Wetter nicht mitspielen: Nachdem der Tag mit stetigem Nieselregen begonnen hatte, wurde erst am Nachmittag der erste Sonnenstrahl gesichtet. Entsprechend gering war das Besucherinteresse. Immerhin: Einsam blieb keiner, denn allein die Beteiligten am Programm waren eine Menge Menschen, die mit Interesse die Angebote der anderen besuchten.

Der ISV begann das Anschwimmen mit einem Staffelrennen: Die erste Mannschaft, vertreten durch Fabian Zender, Michi Laßlop, Yannick Wolf und Robert Stollfuß, trat gegen eine Nachwuchsauswahl (Julia Hoffmann, Corinna Maaß, Sophia Groll und Amber Lea Klapkarek) an - und verlor kläglich. Allerdings hatten die Trainer auch ein nicht zu unterschätzendes Handikap eingebaut: Die erste Mannschaft musste einen 3-Kilo-Tauchring als "Staffelstab" schleppen.

Die geplante Darbietung der Synchros fiel leider - zur großen Enttäuschung einiger weit angereister Teilnehmerinnen - den kalten Außentemperaturen zum Opfer.

Gegen Mittag folgte das Grillen für ISV-Mitglieder. Hier bewies sich, dass 48-Stunden-erprobte Schwimmer sich durch ein bisschen Regen nicht ins Bockshorn jagen lassen: Eine so große Menge Aktive und Eltern waren der Einladung gefolgt, dass innerhalb von einer Stunde die kompletten Fleisch- und Würstchenbestände verspeist waren.

Nach dem Mittagessen absolvierten Jürgen, Nicolaj und Sebastian ein kleines Trainingsprogramm im Sportbecken (Fazit: Die Freibadsaison kann kommen!).

Anschließend folgte die Darbietung der Turmspringer. Beeindruckend daran waren nicht nur die Leistungen der Teilnehmer, sondern nicht zuletzt die Tatsache, dass die Kinder und Jugendlichen dem kalten Wetter trotzten und zitternd immer wieder auf den Sprungturm kletterten, um noch weitere Auerbach-Sprünge, Abfaller, Delphin-Kopfsprünge und mehr zu zeigen.

Der für den Nachmittag geplante Wettkampf musste leider wegen fehlender Teilnehmer abgesagt werden. Die gute Nachricht für alle zum Vormerken: Die Preise sollen jetzt im Rahmen des 48-Stunden-Schwimmens im Sommer vergeben werden.

Unser Fazit: Beeindruckend, was die Stadt Bonn im Rüngsdorfer Freibad auf die Beine gestellt hat. Die Idee war hervorragend, die Umsetzung auch - hoffen wir, dass im nächsten Jahr auch noch das Wetter mitspielt und ein paar Badegäste mehr kommen.

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